Ringkøbing

Ringkøbing ist eine Kleinstadt in Dänemark und Verwaltungssitz der Kommune Ringkøbing-Skjern. Ringkøbing liegt am Ringkøbing Fjord in der Nähe der Nordseeküste. Die Stadt hat 9742 Einwohner (Stand 1. Januar 2011[1]) und nimmt eine Fläche von 400,9 km² ein. Bis zur Verwaltungsreform im Jahr 2007 war sie sowohl Sitz der Ringkøbing Kommune als auch der Amtskommune Ringkjøbing.
Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Stadt im 13. Jahrhundert entstand. Damals war Ringkøbing durch seine Lage am gleichnamigen Fjord der einzige wirkliche Hafen an der dänischen Nordseeküste, da der Limfjord noch vom Meer abgetrennt war.
Seit dem 17. Jahrhundert allerdings wanderte die Einfahrt in den Ringkøbing-Fjord durch Wind und Meeresströmungen nach Süden und die Stadt verlor ihre Bedeutung als Hafen. Erst mit der Schaffung des Kanals von Hvide Sande wurde die Verbindung zum offenen Meer wieder hergestellt.
Im Zentrum von Ringkøbing findet man reizvolle alte Gassen, die vom Marktplatz aus überwiegend in Richtung Wasser führen.
Sehenswert sind das Ringkøbing-Skjern Museum und die Kirche aus dem 14. Jahrhundert, deren Turm oben breiter ist als unten, mit einem Altarbild des Künstlers Arne Haugen Sørensen, und einer nur zum Teil noch erhaltenen Orgel aus dem 17. Jahrhundert.
Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt mit einem Panzergraben, sowie Panzersperren umgeben. Zudem wurden rund um den Ort Betonpfähle mit Eisenspitzen auf den Feldern eingegraben, um feindliche Flieger an der Landung zu hindern und in der gesamten Stadt wurden diverse Bunker errichtet.[2] Es sollte somit eine alliierte Invasion im Bereich Søndervig, im Zusammenspiel mit den dortigen Befestigungsanlagen, verhindert werden.

Quelle